Aufgabe 1
1 Punkt- In der Garage Meier, einem Familienbetrieb im Thurgau, stehen an
- diesem Morgen drei Autos auf den Hebebühnen. Zwei davon fahren
- mit Benzin, das dritte mit Strom. «Vor zehn Jahren war ein
- Elektroauto bei uns eine Ausnahme», sagt Werkstattchef Daniel
- 5Meier. «Heute kommt fast jeden Tag eines vorbei.»
- Für die Mechaniker hat sich damit einiges verändert. Ein
- Elektroauto braucht keinen Ölwechsel, keine Zündkerzen und
- keinen Auspuff. Dafür hat es eine grosse Batterie und Leitungen
- 10mit hoher Spannung. Wer daran arbeitet, muss eine besondere
- Schulung besucht haben. In der Garage Meier dürfen deshalb nur
- zwei der sechs Mitarbeitenden die Hochvolt-Anlage abschalten.
- Erst wenn sie gemessen haben, dass keine Spannung mehr anliegt,
- dürfen auch die anderen am Fahrzeug arbeiten.
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- Die Lernende Selina Huber ist im zweiten Lehrjahr. Sie mag die
- neuen Autos, vermisst aber manchmal den Geruch von Öl. «Bei
- einem Elektroauto suchst du einen Fehler oft mit dem Laptop»,
- erzählt sie. «Trotzdem wechseln wir auch hier Reifen, Bremsen
- 20und Scheibenwischer. Das bleibt Handarbeit.»
- Daniel Meier glaubt nicht, dass die klassische Mechanik
- verschwindet. Viele Kundinnen und Kunden fahren noch lange mit
- Benzin oder Diesel, und auch Elektroautos haben Achsen, Federn
- 25und Bremsen. Er ist aber überzeugt, dass Lernende heute mehr von
- Elektrik und Elektronik verstehen müssen als früher. «Wer
- neugierig ist und gern Fehler sucht, wird in diesem Beruf nie
- Langeweile haben», sagt er und schiebt das nächste Auto in die
- Werkstatt.
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Wie viele Autos stehen am Morgen auf den Hebebühnen?